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pt Januar 2021

Nanosensoren zur Detektion von Bakterien entdeckt

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Michelangelus / shutterstock.com

[jr] Ein Team von Wissenschaftlern hat eine neue Methode zur Detektion von Bakterien und somit Infektionen entwickelt. Dabei kommen fluoreszierende Nanosensoren zum Einsatz, welche es ermöglichen, Krankheitserreger schneller und einfacher zu entdecken als es mit bisherigen Verfahren möglich ist. Diese Sensoren basieren auf modifizierten Kohlenstoff-Nanoröhren, welche über einen Durchmesser von weniger als einem Nanometer verfügen. Werden sie mit Licht bestrahlt, leuchten sie im für Menschen nicht sichtbaren Nah-Infrarotbereich mit einer Wellenlänge von etwa 1.000 Nanometer und mehr. Dieses Fluoreszenzverhalten verändert sich, sobald die Sensoren auf bestimmte Moleküle in ihrer Umgebung treffen. Da jede Bakterienart einen charakteristischen Molekülmix absondert, kann das Leuchten der Sensoren die Anwesenheit spezifischer Erreger anzeigen. Eine zukünftige Anwendungsform könnte die Detektion und Differenzierung verschiedener pathogener Keime sein, die mit Implantat-Infektionen assoziiert sind.

Quelle: Nißler R, Bader O, Dohmen M, et al. 2020. Remote near infrared identification of pathogens with multiplexed nanosensors. Nat. Commun. 11, 5995 Volltext frei

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pt Januar 2021

Erschienen am 12. Januar 2021