Anna hat häufig Bauch- und Rückenschmerzen. Sie dachte immer, es handele sich um normale Menstruationsbeschwerden. Der Orthopäde verordnet ihr wegen der ins Bein ausstrahlenden Schmerzen Krankengymnastik – das hilft jedoch nicht. Erst nach der neuen Diagnose „Endometriose“ wird das Augenmerk auf die Lokalisation der Endometriose-Herde gelenkt und in einem spezialisierten Zentrum interdisziplinär behandelt.

Endometriose

Bei Endometriose siedeln sich Gebärmutterschleimhautzellen außerhalb der Gebärmutter, aber auch in der Gebärmutterwand an. Als gesonderte Erkrankung wird die Endometriose in der Gebärmutter (Adenomyose) bewertet. Die Endometriosezellen sind im kleinen Becken zu finden, am Bauchfell, im Douglasraum, an den Eierstöcken (Endometriosezysten), an den Bändern und den Nerven. Endometrioseherde können tief in umliegende Organe infiltrieren: Hier befallen sie im Becken bevorzugt die Harnblase und den Darm. Allerdings können sie sich auch am Zwerchfell, in der Lunge, im Gehirn, am Auge und in den Gelenkhöhlen befinden.