Am Institut für Bewegungs- und Sportgerontologie der Deutschen Sporthochschule Köln befassen sich Wissenschaftler mit dem Training von Älteren. Ein Aspekt ist dabei die Sturzprävention. Dazu gibt es aktuell einen neuen Trainingsansatz: das Stepping-Training. Senioren üben verschiedene komplexe Schrittvariationen, damit sie im Falle von Gleichgewichtsstörungen adäquat und schnell reagieren können.

Stürze – ein ernst zu nehmendes Problem

Ein Drittel der über 65-Jährigen stürzt mindestens einmal pro Jahr (1). Im höheren Alter steigt die Häufigkeit weiter an, sodass bei den über 80-Jährigen bereits jede zweite Person betroffen ist (2). Stürze können unterschiedliche Folgen mit sich bringen, zum Beispiel Einschränkungen der funktionellen Mobilität, die Vermeidung körperlicher Aktivität (3), geringe Selbstwirksamkeit (4), den Verlust der Unabhängigkeit (5) und im schlimmsten Fall sogar den Tod (6). Aus diesen Gründen sind Stürze für die betroffenen älteren Personen, aber auch für das Gesundheitssystem ein ernst zu nehmendes Problem.