Die Evidenzlage bei Knieverletzungen hat sich in den letzten Jahren verbessert. Die American Physical Therapy Association hat nun ihre Leitlinien aus dem Jahr 2010 überarbeitet: Die aktuellen Version spricht evidenzbasierte Empfehlungen zu therapeutischen Übungen, Leistungsbestimmung und Assessments aus.

Wer ist betroffen?

Die orthopädische Abteilung der American Physical Therapy Association (APTA) unterstützt die Erstellung von evidenzbasierten Leitlinien für die klinische Praxis (CPGs) in der orthopädischen Physiotherapie mit Fokus auf Patienten mit muskuloskelettalen Erkrankungen.

Diese klinischen Richtlinien beschreiben evidenzbasierte physiotherapeutische Maßnahmen wie Diagnose, Prognose, Intervention und die Beurteilung von Ergebnissen.

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Nun wurde eine Richtlinie zum Umgang mit Kniebeschwerden veröffentlicht. Laut APTA sind ein Viertel aller Knieverletzungen Meniskusläsionen. In der veröffentlichten Leitlinie wird Highschool-Athleten und insbesondere jungen Frauen ein erhöhtes Risiko einer Meniskusruptur attestiert, am häufigsten tritt ein lateraler Meniskusriss auf. Eine weitere Risikogruppe sind ältere Menschen: Hier liegt allerdings eher eine mediale Meniskusruptur vor. In jungen Jahren ist ein Trauma meist als Ursache für einen Meniskusriss identifizierbar; mit zunehmendem Alter sind Meniskusläsionen auf eine degenerative Ursache zurückzuführen. Weitere Risikofaktoren sind ein erhöhter Body-Mass-Index und geringe körperliche Aktivität. Gemäß der Leitlinienzusammenfassung für 2018 wird bei Betroffenen über 45 Jahren eher eine (partielle) Meniskektomie und bei Betroffenen unter 35 Jahren eher eine Meniskusnaht durchgeführt.