Beckengürtelschmerzen sind problematisch – nicht nur, weil sie für die Betroffenen belastend und stark einschränkend sein können. Aufgrund vielfältiger potenzieller Ursachen und individueller Ausprägungen sind sie auch für Therapeuten nicht einfach zu untersuchen und zu behandeln. In diesem Beitrag stellt Ihnen der Autor die Untersuchungsmöglichkeiten vor; im Anschluss erhalten Sie weitere Informationen und Anregungen zur Therapie.

Hintergrund

Biomechanisch betrachtet wirken am Becken-Bein-Übergang Kräfte, die durch Dysbalancen beziehungsweise passive und aktive Tonusveränderungen und Asymmetrien beeinflusst sein könnten – eine Beckenverwringung wäre unter Umständen die Folge. Die Beckenverwringung kann ein aufrechterhaltender Faktor für die Beschwerden sein und einen zugrunde liegenden Mechanismus bei Beckengürtelschmerzen (Pelvic Girdle Pain – PGP) erklären. Bisherige Studien zu PGP legten wenig Wert auf die Untersuchung der Muskulatur zwischen Becken und Bein. Eine neue Testtrilogie gibt erste Hinweise auf mögliche Veränderungen durch Muskelzüge am Becken.