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pt Oktober 2021

Neues Verfahren verrät Aussehen, Zahl und Aktivität von T-Zellen bei COVID-19-Erkrankten

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[jr] Die T-Zellen gehören zur Gruppe der Lymphozyten und spielen eine zentrale Rolle bei der Immunabwehr, denn sie erkennen körperfremde Strukturen und bekämpfen diese. Zudem stimulieren sie die Synthese von B-Lymphozyten, welche Antikörper, zum Beispiel gegen Viren, produzieren. Ein Forschungsteam aus München hat die T-Zellen, die auf SARS-CoV-2 reagieren, genau typisiert und sie in unterschiedlichen Krankheitsstadien beschrieben. Hierzu entnahm das Team schwer Erkrankten Blut und teilte es in zwei Pools. Den einen stimulierten sie mit dem Virus-Antigen, den anderen nicht. „Wir haben nun also einen Steckbrief einer T-Zelle, die SARS-CoV-2 bekämpft“, sagt Dr. Herbert Schiller, Forschungsgruppenleiter am Helmholtz Zentrum München. Die Erkenntnisse aus der Studie sind von großer Bedeutung, da nun SARS-CoV-2-spezifische T-Zellen in unterschiedlichen Organen (Blut, Lunge), Aktivierungszuständen (Antigen vor Kurzem oder vor längerer Zeit gesehen) und Krankheitskontexten (schwer erkrankt/Virus-positiv oder leicht erkrankt/Virus-negativ) eingeteilt werden können.

Quelle: Fischer DS, et al. 2021. Single-cell RNA sequencing reveals ex vivo signatures of SARS-CoV-2-reactive T cells through ‘reverse phenotyping‘. Nat Commun 12, 4515

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Erschienen am 12. Oktober 2021