Viele Patienten mit stabiler Angina pectoris zeigen in der koronaren Angiografie keine Obstruktion der Koronararterien. Es wird angenommen, dass die Angina-Symptomatik Folge einer endothelialen Dysfunktion der Koronararterien und der kleinsten Blutgefäße ist. Weil Übungstherapie die endotheliale Funktion bekanntermaßen verbessert, führten Wissenschaftler aus London und der Schweiz nun eine Literaturrecherche bis März 2018 durch. Sie schlossen acht Studien mit 218 Teilnehmern ein (rund 98 Prozent Frauen), davon waren 162 in den Interventions- und 56 in den Kontrollgruppen. Die Übungsinterventionen dauerten zwischen acht Wochen und vier Monaten, hatten eine mittlere Trainingsintensität und beinhalteten teilweise Entspannungstechniken. Gemessene Outcomes waren die Leistungsfähigkeit, Lebensqualität und Durchblutung. Die Maßnahmen linderten die Symptome und verbesserten die Lebensqualität, Sauerstoffaufnahme und Leistungsfähigkeit. Die Durchblutung des Myokards verbesserte sich ebenfalls.