30 Patienten mit unspezifischem Nackenschmerz wurden randomisiert entweder einer Interventionsgruppe (n = 15) zugeteilt, die neben nackenspezifischen Übungen zusätzlich Skapula-Stabilisation übte, oder einer Kontrollgruppe, die ausschließlich die Nackenübungen durchführte. Beide Interventionen dauerten sechs Wochen. Die Forscher untersuchten Schmerzen mit der Visuellen Analogskala (VAS) und das Ausmaß der Behinderung mit dem Neck Disability Index (NDI). Außerdem wurde mit einem elektromagnetischen Messgerät die dreidimensionale Skapula-Bewegung während 30, 60, 90 und 120 Grad Elevation der Schulter aufgezeichnet. Unabhängig von der Gruppenzugehörigkeit verbesserten sich alle Teilnehmer nach sechs Wochen in VAS und NDI. Die Skapula-Kinematik unterschied sich nicht zwischen den Gruppen hinsichtlich der Rotation sowie der anterioren oder posterioren Kippung. In der Interventionsgruppe war die Skapula bei 120 Grad Schulterelevation stärker nach außen rotiert als in der Kontrollgruppe. Beide Interventionen linderten effektiv Schmerzen und verbesserten die Funktion von Patienten mit unspezifischen Nackenschmerzen.