Therapie
pt Dezember 2021

Okklusionstraining nach Ermüdungsfraktur

Ein Fallbeispiel mit BFR-Training

Kann ein junger, sportlich aktiver Volleyballer nach einer LWS-Fissur ein frühzeitiges Training mit Blood Flow Restriction (BFR) zur Verbesserung der Knochenheilung durchführen? Ja! Am Fallbeispiel verfolgen Sie den neunmonatigen Therapieverlauf von Max inklusive des Okklusionstrainings nach seiner Übermüdungsfraktur im Sport.

Ein Beitrag von Stefan Liebsch
Lesezeit: ca. 9 Minuten
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Das Okklusionstraining erfreut sich zunehmender Beliebtheit und kann auch auf einen stetig wachsenden wissenschaftlichen Fundus zurückgreifen. Im Zusammenhang mit den olympischen Spielen in Tokyo wurde ein Artikel in der New York Times veröffentlicht, der „Blood Flow Restriction“- Training (BFR) als einen neuen Trend im Leistungssportsektor darstellt: „Schwimmer hatten 2016 noch rote kreisförmige Flecken vom Schröpfen auf der Haut – dieses Jahr scheinen Druckmanschetten der neuste Schrei zu sein“ (1). Auch andere große Medien wie CNN Health berichten von einem neuen „Trend“ für Olympioniken und andere Spitzensportler (2).

Doch es gibt für das Okklusionstraining eine Reihe an fundierten physiologischen Vorgängen, welche die Wirkmechanismen erklären. Hinzu kommt eine stetig wachsende Anzahl klinischer Studien, die zeigen, dass es vieles kann: zur Schmerzlinderung beitragen (3, 4), die aerobe Kapazität vergrößern (5–8), den Knochenaufbau verbessern (9, 10), die Folgen von Ruhigstellung und Inaktivität verringern (11–13) und als ergänzendes Trainingstool die Behandlung unterstützen (14, 15). Ein mögliches Dasein über den Trendfaktor hinaus ist also wahrscheinlich (16) und die Anwendung auch für Nicht-Spitzensportler oder Athleten möglich (17–21). Die zugrunde liegenden physiologischen Wirkmechanismen des BFR-Trainings wurden in einem vorangegangenen Artikel schon beschrieben, siehe Lesetipp (22).

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pt Dezember 2021

Erschienen am 10. Dezember 2021