Quarantäne- und Abstandsregelungen sowie andere behördlich angeordnete Maßnahmen führten seit vergangenem Jahr zur Schließung von Fitnessstudios und zur veränderten Ausführung von sportlichen Aktivitäten. Es war noch nie so einfach wie in dieser Zeit, körperlich inaktiv zu sein. Kann durch Training daheim die Mindestanforderung zur Verbesserung von Kraftleistung von 70 Prozent des 1RM nicht erreicht werden, bietet ein Training mit Okklusion (Blood Flow Restriction – BFR) eine passende Alternative.

Warum Okklusionstraining?

Um bestimmte Krafteigenschaften trainieren zu können, benötigt es neben einer optimalen Vorbereitung des entsprechenden Bewegungsablaufes und der zu belastenden Gewebe, Körperregionen und -systeme („Training der Trainierbarkeit“) (1) auch eine gewisse Mindestanforderung an die zu bewegenden Gewichte. So wird für eine Verbesserung von Kraft und Muskelgröße unter normalen Trainingsbedingungen empfohlen, mit Lasten größer als 70 Prozent des Einwiederholungsmaximums (1RM) zu trainieren (2, 3). Es gibt jedoch verschiedene Voraussetzungen, die eine Aktivierung mit solchen Lasten nur schwer zulassen, wie mangelnde Erfahrung des Trainierenden, strukturelle Restriktionen der zu belastenden Region, Schmerzzustände bei Belastung oder fehlendes Equipment.