In dieser US-amerikanischen Studie wurden zwei häusliche Therapieansätze bei Patienten nach Schenkelhalsfraktur verglichen. Eingeschlossen wurden mindestens 60-jährige Patienten innerhalb von 26 Wochen nach Krankenhauseinweisung wegen Schenkelhalsfraktur und ohne pathologische Frakturen. Die Interventionsgruppe (n = 105) führte ein funktionelles Training mit Ausdauer-, Kräftigungs- und Gleichgewichtsübungen durch. Zum Beispiel übten die Teilnehmer im Stand Hüftabduktion mit acht Wiederholungen in drei Serien. Die aeroben Übungen beinhaltenden 20-minütiges Gehen im Haus oder draußen bei mindestens 50 Prozent der Herzfrequenzreserve. Die Kontrollgruppe (n = 105) erhielt TENS-Strom für die untere Extremität und 22 Beweglichkeitsübungen für den ganzen Körper im Sitzen. Diese wurden zunächst dreimal pro Übung ausgeführt und dann progressiv auf 20 Wiederholungen gesteigert. Innerhalb des 16-wöchigen Zeitraumes besuchten Physiotherapeuten beide Gruppen zwei- bis dreimal in der Woche für jeweils 60 Minuten. Dann erfolgten die Einzeltherapie und die Besprechung eventueller Fragen. Ergänzend nahmen alle Patienten an regelmäßigen Telefoninterviews teil, die alle vier Wochen durchgeführt wurden. Zusätzlich erhielten beide Gruppen eine Ernährungsberatung und täglich ein Multivitaminpräparat, Vitamin D sowie Calcium. Die Probanden wurden zu Studienbeginn, nach 16 und 40 Wochen untersucht. Die primäre Zielgröße war die Alltagsmobilität in Form einer Gehstrecke von mindestens 300 Metern im Sechs-Minuten-Gehtest (6MWT). Die sekundären Zielgrößen umfassten Gehstrecke, Gleichgewicht, Quadrizepskraft, Gehgeschwindigkeit und körperliche Funktionen (Short Physical Performance Battery).