Eine systematische Übersichtsarbeit zu dieser Fragestellung kommt aus Großbritannien. Virtuelle Konsultationen können die Versorgung von Patienten mit chronischen Erkrankungen unterstützen. Es gibt bereits Praxisbeispiele in Form von telefonischen Angeboten, die sich als sicher und prinzipiell genauso effektiv wie persönliche Termine erwiesen haben. Die visuelle Komponente bei Videokonferenzen bietet noch einen zusätzlichen Nutzen. Die Akzeptanz durch die Patienten variiert. Eine frühere Befragung zeigte bereits, dass viele Menschen sich vorstellen könnten, bei geringfügigen Problemen oder bestehenden Erkrankungen eine Videokonsultation bei ihrem Arzt zu vereinbaren. 35 Prozent sprachen sich dagegen aus. Eine andere Studie ergab, dass circa die Hälfte einer Gruppe von Schulterpatienten den direkten Kontakt vorziehen würde. Die Forscher der aktuellen Übersichtsarbeit wollten daher besser verstehen lernen, wie die Präferenzen der Patienten im Hinblick auf den Einsatz von Kommunikationstechnologien beeinflusst werden. Ziel war es außerdem, die dafür nötigen Aufgaben für die Patienten zu klassifizieren.