Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) lassen sich in zwei verschiedene Hauptformen einteilen: Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Erstere kann im gesamten Magen-Darm-Trakt von Mund bis Anus auftreten, zweitere befällt nur den Dickdarm. Diese Krankheitsbilder können bei Kindern oder Erwachsenen jeglichen Alters neu auftreten. Sport und Training haben hier positive Effekte.

Bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa handelt es sich um systemische Inflammationsprozesse, bei denen es zu extraintestinalen Manifestationen an Leber (sklerosierende Cholangitis, Autoimmunhepatitis), Haut (Erythema nodosum), Augen (Uveitis) oder Gelenken kommen kann. Die eingesetzte medikamentöse Therapie wirkt meistens systemisch antiinflammatorisch (Kortison, TNF-α-Inhibitoren etc.) (1). Kinder beziehungsweise Jugendliche mit einer chronischen Erkrankung jeglicher Genese haben im Vergleich zu Gesunden häufiger eine reduzierte Lebensqualität aufgrund eingeschränkter körperlicher und psychischer Gesundheit (2). Damit verbunden ist oftmals auch eine schlechte Schlafqualität (3). Studien belegen, dass Kinder mit CED körperlich weniger fit sind (4, 5) – das ist ein negativer Trend, dem auch Therapeuten entgegenwirken könnten. Denn Sport hat für die Jugendlichen nicht nur physische, sondern auch mentale Vorteile (6).