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Norwegische Wissenschaftler inkludierten 112 Personen zwischen 16 und 40 Jahren, die seit über drei Monaten ein patellofemorales Schmerzsyndrom (PFSS) hatten. Die Teilnehmer wurden für sechs Wochen in drei Gruppen randomisiert: Eine führte Übungen für die Hüfte durch (Hüftgruppe, n = 39), eine machte kniespezifische Übungen (Kniegruppe, n = 37) und die dritte trainierte frei (Kontrollgruppe, n = 36). Alle Gruppen erhielten zusätzlich Edukation. Die primäre klinische Zielgröße nach drei Monaten war der Schmerz (Anterior Knee Pain Scale), zu den sekundären Zielgrößen zählten Kinesiophobie, Selbstwirksamkeit, Lebensqualität und isometrische Kraft. Nach drei Monaten gab es zwischen den Gruppen keine Unterschiede, mit Ausnahme der Kraftwerte in Hüftabduktion und Knieextension. Alle Patienten verbesserten sich in allen Zielgrößen, bis auf die Kraft der Knieextensoren. Der kurzfristige Effekt von Übungen plus Edukation für Patienten mit PFSS ist also vergleichbar, egal ob Hüftkräftigung, Kniestabilisation oder frei gewählte Übungen im Fokus des Trainings stehen.