Akute Verwirrtheitszustände treten bei älteren Personen besonders nach größeren Operationen und Narkosen oder auch bei vorherrschender Demenzerkrankung auf. Dieses Delir wird selten erkannt und vor allem in der therapeutischen Routine wenig beachtet. Der Beitrag verdeutlicht, inwiefern eine adäquate physiotherapeutische Behandlung die Dauer eines Delirs verkürzen und die Entstehung bei frühzeitigem Einsatz sogar verhindern kann.

Ein Delir ist ein neuropsychiatrisches Hirnschädigungssyndrom, das sich meist als akuter Verwirrtheitszustand zeigt. Es entsteht durch eine akute Störung von Hirnfunktionssystemen, wobei ein plötzlicher Rückgang an kognitiver Leistungsfähigkeit eintritt und sich Kernsymptome wie die Störungen der Aufmerksamkeit und des Bewusstseins bilden (1). Das Delir zeichnet sich dabei durch ein plötzliches Auftreten, einen fluktuierenden Verlauf und ein rasches Abklingen der Symptome aus.

Da ein hohes Alter zu einem der wichtigsten Risikofaktoren für ein Delir gehört, stellt dies eine der prominentesten Alterserkrankungen bei älteren Menschen in Krankenhäusern dar (2). Es steht im Zusammenhang mit einer erhöhten Mortalität und schlechterer Krankheitsprognose sowie einem längeren Krankenhausaufenthalt (3). Eine adäquate physiotherapeutische Behandlung kann die Dauer des Deliers verkürzen und dies bei frühzeitigem Einsatz sogar verhindern.