In der Behandlung von älteren Patienten mit psychiatrischer Erkrankung gewinnen besonders nicht-pharmakologische Therapiemaßnahmen an Bedeutung. Die Autoren geben in diesem Beitrag einen Einblick in den Arbeitsalltag von Physiotherapeuten in der Gerontopsychiatrie und fassen die Effekte körperlicher Aktivierung der Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen für den Praxisalltag zusammen.

Körperliche Aktivität in der Psychiatrie

Evidenzbasiertes Handeln ist mehr und mehr ein Teil der modernen Physiotherapie. Die Studienlage weist zunehmend auf positive Effekte von zielgerichteter körperlicher Aktivierung auf die psychische Gesundheit hin. Während medikamentöse Therapien, wie zum Beispiel Psychopharmaka, oftmals negative Nebenwirkungen auf die körperliche Gesundheit bewirken (1), zeigt unter anderem gezieltes aerobes Training eine Verbesserung der kognitiven Leistungsfähigkeit (2).