Eine physiotherapeutische Betreuung von Patienten per Telefon gehört noch nicht zum therapeutischen Alltag. Australische Wissenschaftler der University of Melbourne untersuchten nun in Form von semistrukturierten Interviews, wie 20 Patienten, die sechs Monate lang am Telefon zu Übungstherapie angeleitet worden waren, über diese Intervention dachten. Nach anfänglicher Skepsis lobten die meisten Teilnehmer die praktische und bequeme Seite dieser Therapie. Sie hatten das Gefühl, effektiv kommunizieren zu können, und waren zuversichtlich, das Übungsprogramm auch ohne persönliche Anleitung vor Ort durchführen zu können. Laut eigenen Angaben verbesserten sie sich hinsichtlich der Schmerzintensität, Kraft und Funktion im Alltag. Manche regten als Verbesserungsvorschlag an, eine Videokonferenz abzuhalten, oder wünschten sich wenigstens ein persönliches Treffen mit dem Therapeuten zu Behandlungsbeginn.