René Streber und seine Kollegen an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg berichteten in einer randomisierten kontrollierten Studie im September 2016 über die Auswirkungen eines internetbasierten Kraft- und Ausdauertrainings bei 126 Patienten mit Multipler Sklerose. Das Training zeigte signifikante Unterschiede des Kraftzuwachses der Oberschenkelmuskulatur gegenüber der Kontrollgruppe, jedoch keine signifikanten Unterschiede in der Lebensqualität.

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Herr Streber, in Ihrer Studie haben Sie die Effekte eines internetbasierten Kraft- und Ausdauertrainings bei Patienten mit Multipler Sklerose untersucht (1). Wie kamen Sie auf dieses Thema?

Mehrere Gründe haben uns dazu bewogen. Der Arbeitsbereich Bewegung und Gesundheit unter der Leitung von Prof. Dr. Klaus Pfeifer des Instituts für Sportwissenschaft und Sport der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg befasst sich nun seit über zehn Jahren mit den gesundheitsförderlichen Potenzialen von körperlicher Aktivität und Sport. Im Mittelpunkt des Forschungsinteresses stehen Möglichkeiten zur Stärkung der bewegungsbezogenen Gesundheitskompetenz im Spektrum zwischen erzielbaren physiologischen Anpassungen und individuellem Gesundheitsverhalten.