Die meisten Physiotherapeuten behandeln zum Großteil Patienten mit chronischen muskuloskelettalen Beschwerden – das kann langwierig und mühsam sein. Wäre es nicht sinnvoller, proaktiv zu sein und durch Bewegung diesen Erkrankungen vorzubeugen? Die Autorin plant ein Präventionsprogramm und prüfte anhand von Studien, wie effektiv die Förderung von Bewegung überhaupt ist.

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Körperliche Aktivität wird von der WHO als jede Körperbewegung definiert, die Energie verbraucht und von der Skelettmuskulatur erzeugt wird (1). Die Bewegungsleitlinie der WHO (2) erfüllen rund 39 Prozent der Erwachsenen in Deutschland, bei Kindern und Jugendlichen sind es nur etwa 28 Prozent (3). Dem gegenüber stehen also rund 61 Prozent Erwachsene bzw. 72 Prozent Kinder/Jugendliche, welche nicht die Forderungen der Leitlinie entsprechen. Personen mit Spondylarthritis haben zudem ein höheres Risiko für körperliche Inaktivität als Gesunde (4). Um die körperliche Aktivität von Personen mit chronischen muskuloskelettalen Beschwerden zu fördern, ist die Idee entstanden, einen Präventionskurs für diese Zielgruppe zu entwickeln.