In dieser kontrollierten Cross-over-Studie wurden 28 Kinder untersucht, die kraniale Bestrahlungen bei Gehirntumor erhalten hatten. Das Durchschnittsalter betrug 11,53 Jahre. Als klinische Zielgrößen wurden die körperliche Funktion mit verschiedenen Untersuchungen des Bruininks-Oseretsky Test of Motor Proficiency (BOT-2) und Parameter der kardiopulmonalen Leistungsfähigkeit auf dem Fahrradergometer gemessen. Verglichen wurde eine Übungstherapie mit keiner Intervention, wobei die Intervention entweder als alleinige Gruppentherapie oder als Kombination aus Gruppentherapie und Heimübungen geplant werden konnte. Die Therapietreue betrug 84 Prozent. Die Ergebnisse im BOT-2 waren unterdurchschnittlich, aber die bilaterale Koordination verbesserte sich bei den Übenden, unabhängig vom Setting in der Gruppe oder zu Hause. Dieses Ergebnis ließ sich auch zwölf Wochen nach Studienende noch nachweisen. Nur diejenigen Probanden, die ihr Herz-Kreislauf-System auf dem Fahrradergometer im Gruppensetting trainiert hatten, steigerten ihre kardiopulmonale Leistungsfähigkeit – dieser Effekt war auch im Follow-up nach zwölf Wochen noch vorhanden.