[js] Für eine Laufzeit von drei Jahren wird das Projekt „Bezugstherapeut“ des Schlaganfall-Rings und des Hausärzteverbandes Schleswig-Holstein vom Landesministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren gefördert. Ziel ist es, die ambulante Versorgung von Schlaganfall-Patienten zu verbessern und disziplinübergreifend zu gestalten.

Mithilfe von sogenannten Bezugstherapeuten und regionalen Kompetenznetzen sollen Schlaganfall-Patienten in diesem Projekt weiter versorgt werden. Die Bezugstherapeuten sind speziell geschulte Physio- und Ergotherapeuten sowie Logopäden. Gemeinsam mit den Patienten legen sie Therapieziele fest und koordinieren die Heil- und Hilfsmittelleistungen. Damit soll die interprofessionelle Zusammenarbeit in der ambulanten Nachsorge nach einem Schlaganfall optimiert und ein zielgerichteter Einsatz von Heil- und Hilfsmitteln erreicht werden.

Heiner Garg, Gesundheitsminister Schleswig-Holsteins, betont: „Mit Mitteln aus dem Versorgungssicherungsfonds wollen wir genau solche Konzepte fördern, die die medizinische Versorgung durch gezielte Zusammenarbeit und Kooperation qualitativ verbessern.“

In Deutschland werden jedes Jahr mehr als 370.000 Schlaganfälle behandelt. In Schleswig-Holstein leben etwa 65.000 Menschen, die einen Schlaganfall erlitten haben. Ein Schlaganfall ist die häufigste Ursache für Behinderungen im Erwachsenenalter.

Literatur

1. Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren Schleswig-Holstein. 2019. Förderung der medizinischen Versorgung: Gesundheitsministerium unterstützt Projekt zur ambulanten Nachsorge von Schlaganfallpatienten. www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/VIII/Presse/PI/2019/190730_VIII_Uebergabe_Foerderbescheid_Schlaganfallring.html; Zugriff am 26.8.2019