Die Rückkehr zur alten Leistungsfähigkeit nach einer Verletzung ist für jeden Sportler von großer Bedeutung und kann für den Betroffenen selbst nie schnell genug erfolgen. Dieser Prozess und der damit erforderliche Spagat zwischen schneller, aber dennoch sicherer Rückkehr stellt für Therapeuten eine große Herausforderung dar. Jesper Schwarz hat darin viel Erfahrung – er betreut viele Profisportler aus verschiedenen Sportarten.

Rückkehr in den Sport nach der Rehabilitation

Im Zusammenhang mit der Rehabilitation nach einer Sportverletzung und der daran anschließenden Rückkehr in den Sport fällt immer wieder der Begriff „Return to Play“. Darunter versteht man im engeren Sinne die Rückkehr zur vollen Sportfähigkeit (1). Häufig wird aber auch die gesamte Rehabilitation als Return-to-Play-Prozess bezeichnet. In diesem Prozess gewannen in den vergangenen Jahren funktionelle Sprungtestverfahren in der Nachbehandlung von Verletzungen der unteren Extremität zunehmend an Bedeutung. Vor allem, wenn nach einer schwerwiegenden Verletzung der unteren Extremität (zum Beispiel Ruptur des vorderen Kreuzbandes) eine High-Impact-Sportart mit vielen Lauf-, Stopp- und Start- sowie Sidecut-Manövern (vor allem Ballsportarten wie Fußball, Handball oder Basketball, aber auch Einzelsportarten wie Tennis) wieder aufgenommen werden soll, eignen sich die funktionellen Sprungtestverfahren zur Beurteilung der Funktionsstabilität der Becken-Bein-Achse.