Gynäkologie

Sollte eine Rectusdiastase eher mit Bauch- oder Beckenbodenübungen therapiert werden? Darüber besteht kein Konsens. Forscher aus Oslo inkludierten in ihrer Querschnittstudie 38 Frauen postpartum. Alle hatten eine Rectusdiastase durch die Schwangerschaft erworben, das durchschnittliche Alter betrug rund 36 Jahre (+/- 5,2).

Die Wissenschaftler untersuchten mit Ultraschall, wie sich acht verschiedene Übungen unmittelbar auf die Rectusdiastase auswirkten. Zwei Übungen führten zu einer signifikanten momentanen Verbesserung im Sinne eines verringerten Abstands zwischen den beiden Anteilen des M. rectus abdominis. Und zwar: Anheben des Kopfes im Liegen und diagonales Aufrollen des Oberkörpers für die schrägen Bauchmuskeln. Die Autoren empfehlen, in einer randomisierten kontrollierten Studie mit langfristiger Nachbeobachtung zu untersuchen, ob diese beiden Übungen zu einer bleibenden Verkleinerung einer Rectusdiastase führen könnten. Das in dieser Studie geprüfte Beckenbodenprogramm vergrößerte hingegen den Abstand zwischen den beiden Anteilen des M. rectus abdominis unterhalb des Bauchnabels.