Derzeit findet eine gesundheits-, bildungs- und berufspolitische Diskussion statt, die die richtige Strategie im Umgang mit vier kleinen Absätzen im Referentenentwurf eines sogenannten Omnibusgesetzes mit dem Namen „Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung (Gesundheitsversorgungsentwicklungsgesetz – GVWG)“ zum Gegenstand hat. Denn diese – für die drei Therapieberufe Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie inhaltlich gleich lautenden – kleinen Absätze haben es in sich.

Zunächst einmal ist festzuhalten, dass die öffentliche Diskussion um die Reform der Berufsgesetze im Hinblick auf die Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie, die in den Eckpunkten einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe (BLAG) skizziert wurde, nicht zuletzt wegen der Coronapandemie zum Erliegen gekommen ist. Der nächste Schritt im Gesetzgebungsverfahren wurde vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) bislang nur für zwei andere Gesundheitsfachberufe gegangen. Zu einer Perspektive des Gesetzgebungsverfahrens für die Physiotherapie war nichts mehr in Erfahrung zu bringen, geschweige denn, dass es eine öffentliche politische Verlautbarung dazu gegeben hätte.