Für Patienten nach Schlaganfall stellt das Gehen oftmals eine besondere Herausforderung dar und ist von Unsicherheit und einer erhöhten Sturzgefahr geprägt. Die Gründe sind veränderte muskuläre Gegebenheiten – wie Paresen, veränderte Tonusverhältnisse oder durch Immobilität induzierte Atrophie –, ein Mangel an willkürlicher muskulärer Kontrolle und eine entsprechende Beeinträchtigung der Balance. Abhilfe schaffen können Fuß- und Beinorthesen, die zu einem besseren und unabhängigeren Gehen mit mehr Sicherheit führen sollen.

Gangbesonderheiten nach Schlaganfall

Als Vorbereitung für ein orthesenbezogenes Projekta erfolgte eine Literaturanalyse zu Gangbesonderheiten von Patienten nach Schlaganfall sowie zum Thema Orthesenversorgung mit Unterschenkel-Fuß-Orthesen Ankle-Foot Orthosis – AFO).

Der Schlaganfall führt mit seinen motorischen und sensiblen Funktionsausfällen für einen Großteil der Patienten zu einer Langzeitbehinderung und resultiert in einer entsprechend eingeschränkten Aktivität und Partizipation (1). Zur Wiedererlangung der größtmöglichen Selbstständigkeit ist das Gehen besonders wichtig, was sich auch in den Wünschen der Patienten widerspiegelt: Das priorisierte Ziel ist die Rehabilitation der Gehfähigkeit (2, 3).