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Ja, so das Ergebnis dieser retrospektiven US-amerikanischen Studie. Die Forscher inkludierten 79 Athleten, deren operative Rekonstruktion des vorderen Kreuzbandes mindestens zwölf Wochen zurücklag und die ein Rehaprogramm durchliefen. Es gab drei verschiedene Typen von Transplantaten: Allotransplantat (gespendetes Gewebe, n = 18), Autotransplantat (eigenes Gewebe) aus der Patellarsehne (n = 24) oder aus einer Hamstringsehne (n = 37). Die Forscher dokumentierten die Zeit bis zur Erfüllung der Kriterien für die Rückkehr in den Sport (Return to Sport (RTS)), zum Beispiel das Wiedererreichen von mindestens 90 Prozent der isometrischen Maximalkraft des Quadrizeps. Das Follow-up erfolgte nach dem Rehaprogramm und ein Jahr postoperativ. Die Patellarsehnengruppe brauchte mehr Zeit als die anderen beiden Gruppen, um überhaupt die Reha beginnen zu können. Voraussetzungen dafür waren unter anderem eine vernachlässigbare Schwellung und die volle Gelenkbeweglichkeit. Auch nach der Reha hatte die Patellarsehnengruppe eine geringere Quadrizepskraft und erfüllte die Kriterien für den RTS später als die anderen Gruppen.