Da soll noch jemand sagen, Physiotherapie sei Handwerk. Der Sportphysiotherapeut des Deutschen Fernsehballetts erläutert anhand eines Fallbeispiels einer Profitänzerin mit rezidivierenden Überlastungsschäden, zu welchen diagnostischen Aussagen man durch 3-D-Bewegungsanalyse, 3-D-Ganzkörperscreening, Elektromyografie, Sprunganalyse, plantare Druckverteilungsmessung und weitere Verfahren gelangen kann.

Ein Beitrag von Andreas Stommel

Häufig sind es immer wiederkehrende Verletzungen an ein und demselben Körperorgan, die Sportler von der Ausübung ihres Berufes oder Hobbys abhalten.

Herkömmliche bildgebende Diagnoseverfahren wie Röntgenaufnahmen oder Kernspintomografien liefern oft nicht den gewünschten Aufschluss, um rezidivierenden Verletzungssymptomen oder Überlastungsschäden tatsächlich auf den Grund zu gehen. Das Einleiten von Therapien fällt häufig schwer, wenn die Ursache für das Problem nicht eindeutig ist. Im Profisport werden in den letzten Jahren aufwendige funktionelle Diagnoseverfahren zur Ursachenforschung bei Verletzungen eingesetzt. In vielen Fällen ist dies der richtige Weg, denn auch ein noch so geschultes Physiotherapeuten-Auge ist oftmals nicht in der Lage, Irritationen biomechanischer Art ausreichend zu eruieren.