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Ein Forscherteam aus Kopenhagen ging dieser Frage nach und randomisierte 55 Frauen mit Rheumatoider Arthritis und Beschwerden in den Händen in zwei Gruppen: Die Kontrollgruppe erhielt die übliche Versorgung und erlernte kompensatorische Strategien für den Alltag, zum Beispiel den Einsatz von Hilfsmitteln. Die Interventionsgruppe machte zusätzlich noch Übungen zur Verbesserung der Beweglichkeit und Kraft der Hände (unter anderem mit Gymnastikbändern und Therapieknete). Primäre klinische Zielgröße zu Studienbeginn und nach acht Wochen war die Veränderung der motorischen Fähigkeiten bei Alltagsaktivitäten, gemessen mit dem Assessment of Motor and Process Skills. Alle Patientinnen verbesserten sich, ohne Unterschied zwischen den Gruppen. Daher scheint ein Handtraining für Frauen mit Rheumatoider Arthritis keinen zusätzlichen Nutzen zu bringen, verglichen mit dem Erlernen kompensatorischer Strategien für den Alltag.