Neurologie

Nein, so das Ergebnis dieser Studie aus Kanada. Die Forscher inkludierten 20 Patienten im Alter von 46 ± 16 Jahren; elf von ihnen hatten eine Paraplegie, die übrigen neun eine Tetraplegie. Die Rückenmarksverletzung lag zwischen 14 und 182 Tagen zurück. Die Teilnehmer wurden für fünf Wochen entweder der Interventionsgruppe zugeteilt, die auf dem Ergometer für die obere Extremität dreimal pro Woche ein Intervalltraining absolvierte, oder der Kontrollgruppe, die nach der Dauermethode trainierte. Das Intervalltraining bestand aus dreimal 20 Sekunden bei maximaler Leistung, dazwischen aktive Pausen bei zehn Prozent der maximalen Leistung. Die Kontrollgruppe fuhr circa 20 Minuten kontinuierlich bei 45 Prozent ihres Maximums. Borg-Skala und Herzfrequenz erlaubten Rückschlüsse auf die körperliche Anstrengung, weitere Zielgröße war zum Beispiel die Freude am Training. Beide Trainingsmodalitäten verbesserten die Leistung, ohne relevanten Unterschied. Auch waren die beiden Gruppen vergleichbar hinsichtlich Freude am Training, trainingsbezogener Selbstwirksamkeit und Schmerz. Die Autoren schlussfolgern, dass für Personen mit Rückenmarksverletzung ein hochintensives Training am Ergometer für die obere Extremität genauso effektiv ist wie ein Training nach der Dauermethode. Ersteres beansprucht aber weniger Zeit.