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US-amerikanische Forscher untersuchten 32 Patienten, die seit mindestens einem Jahr eine Rückenmarksläsion hatten. Sie waren durchschnittlich rund 45 Jahre alt, zirka 81 Prozent Männer und hatten zu etwa 66 Prozent eine Paraplegie. Sie litten zudem unter chronischen Schulterschmerzen und wurden entweder der Interventionsgruppe mit einem zwölfwöchigen Heimübungsprogramm zufällig zugeteilt oder der Kontrollgruppe, die ausschließlich Edukation erhielt. Zu den klinischen Zielgrößen gehörten unter anderem Schmerzintensität, Behinderung, Ergebnisse der klinischen Untersuchung der Schulter (Physical Examination of the Shoulder Scale – PESS) sowie Beurteilung unter anderem der Supraspinatussehne im Ultraschall (Ultrasound Shoulder Pathology Rating Scale). Die Übungsgruppe hatte sich nach Interventionsende in zahlreichen Assessments verbessert. Im Gruppenvergleich war sie der Kontrollgruppe signifikant überlegen hinsichtlich besserer PESS-Scores am nicht-dominanten Arm und einer größeren wahrgenommenen Verbesserung der Symptomatik insgesamt (Global Impression of Change). Die Kontrollpersonen hingegen zeigten weniger depressive Symptome. Signifikante Veränderungen der Supraspinatussehne im Ultraschall waren nach der Übungsintervention nicht zu beobachten.