Forschung & Evidenz: Evidenz-Update
pt Januar 2021

Rückenmarksverletzung: Hilft Mental Imagery, neuropathische Schmerzen zu reduzieren?

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Ziel der vorliegenden Studie war es, den Effekt von Mental Imagery (MI) Training auf Schmerzintensität, neuropathische Schmerzsymptome und die funktionale Beeinträchtigung durch eine bestehende Rückenmarksverletzung zu untersuchen. Insgesamt 42 Patienten mit zentralen neuropathischen Schmerzen wurden zufällig auf die Interventionsgruppe (IG) mit MI oder die Kontrollgruppe (KG) verteilt. Die IG führte für fünf Tage täglich 30 Minuten ein MI-Trainingsprotokoll durch. Zielgrößen wurden jeweils zu Beginn der Studie und nach vier Wochen bewertet. Die neuropathischen Schmerzsymptome nahmen in der IG im Vergleich zur KG ab. Eine ähnlich ausgeprägte Reduktion zeigte sich auch bei den Werten der Brief-Pain-Inventory-interference-Skala der IG. 55 Prozent der Studienteilnehmer in der IG berichteten über eine Verbesserung, was sich in den Werten der Patients‘-Global-Impression-of-Change-Skala zeigte. 52 Prozent der Patienten aus der KG konnten hier keine Veränderungen feststellen.

Quelle: Kaur J, et al. 2020. Mental imagery as a rehabilitative therapy for neuropathic pain in people with spinal cord injury: a randomized controlled trial. Neurorehabil. Neural. Repair. 34, 11: 1038-9 [Epub ahead of print].

Link zum Abstract: pt.rpv.media/ncbi33040678

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pt Januar 2021

Erschienen am 12. Januar 2021