Muskelverletzungen gehören in vielen Sportarten zu den häufigsten Beschwerdebildern. Alli Gokeler von der Universität Paderborn betonte in seiner Präsentation zur Charakteristik und Struktur des Return-to-Play-Prozesses insbesondere den hohen Stellenwert der Prävention.

Der größte Risikofaktor für eine Verletzung sei noch immer die Vorverletzung: Athleten, die einmal eine Muskelzerrung oder einen Faserriss erlitten haben, weisen ein um mehr als das Siebenfache erhöhtes Risiko auf, sich erneut zu verletzen. Besonders dramatisch: Mehr als die Hälfte der Rezidive tritt innerhalb der ersten 25 Tage nach dem Comeback auf. Aus diesem Grund sollte die Freigabe der Rückkehr zur Aktivität stets gut abgewogen werden.