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Diese Frage stellten sich Forscher aus London in ihrer systematischen Literaturübersichtsarbeit, welche die relevante Literatur der letzten zehn Jahre bis Mai 2018 zusammenfasst. Dabei orientierten sie sich an den Kriterien der ICF, um die patientenzentrierten Outcomes zu erfassen. Sie inkludierten 27 Studien mit erwachsenen Patienten nach Schädel-Hirn-Trauma; die Heterogenität der Studien war hoch bezüglich der Populationen und der verwendeten Assessments. Eine Limitation vieler Studien waren die ungenauen Ein- und Ausschlusskriterien. Die Ergebnisse legen nahe, dass Schlafstörungen bei Patienten nach Schädel-Hirn-Trauma im Zusammenhang stehen mit posttraumatischer Amnesie, kognitiven und affektiven Einschränkungen, Schmerzen und Fatigue. Auch ein Zusammenhang mit einer reduzierten funktionellen Leistungsfähigkeit und Lebensqualität wurde in einzelnen Studien gefunden. Kliniker sollten bei Patienten nach Schädel-Hirn-Trauma routinemäßig die Schlafqualität evaluieren.