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Es sieht so aus, so das Ergebnis dieser randomisierten klinischen Studie. Die Forscher teilten 152 Patienten in der akuten Phase nach ischämischem Schlaganfall in zwei Gruppen: Während die Kontrollgruppe ausschließlich die herkömmliche frühfunktionelle Reha erhielt, bekam die Interventionsgruppe zusätzlich Therapie mit Virtueller Realität (VR), fünfmal pro Woche, zweimal täglich. Klinische Zielgrößen waren die Stimmung (Ängstlichkeit, Depression), Muskelkraft und der Funktionsstatus.

94 Prozent der Patienten beendeten die Studie wie geplant. Teilnehmer der Interventionsgruppe hatten zum Zeitpunkt der Entlassung aus dem Krankenhaus mehr Kraft (obere und untere Extremität, betroffene und nichtbetroffene Seite), weniger Depression und Ängstlichkeit und eine bessere Funktion im Vergleich zum Rehabeginn. Im Gruppenvergleich hatte sich die Interventionsgruppe deutlicher in der Kraft der nichtbetroffenen oberen Extremität und der Stimmung verbessert, nicht aber im Funktionsstatus. Die Autoren empfehlen VR-Therapie nach ischämischem Schlaganfall.

Quelle: Lin RC, et al. 2020. Effectiveness of early rehabilitation combined with virtual reality training on muscle strength, mood state, and functional status in patients with acute stroke: a randomized controlled trial. Worldviews Evid. Based Nurs. 17, 2: 158-67

Link zum Abstract: pt.rpv.media/ncbi32212254