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Nur teilweise. Französische Wissenschaftler inkludierten in ihrer randomisierten Studie 51 Patienten (20 Frauen) mit subakutem Schlaganfall von zwei Universitätskliniken. Einschlusskriterium war der Fugl-Meyer-Score (FMS < 30/66) für die obere Extremität. Der Schlaganfall lag rund 27 ± 19 Tage zurück, die Patienten waren im Schnitt 58 Jahre alt und wiesen keine größeren kognitiven Einschränkungen auf. Beide Gruppen erhielten die Standardrehabilitation, fünfmal pro Woche, sechs Wochen lang. Die Kontrollgruppe bekam noch zusätzliche Ergotherapie (45 Minuten), die Interventionsgruppe im gleichen Umfang Videospiel-basierte Therapie für die obere Extremität. Die primäre klinische Zielgröße war das Ergebnis im FMS für die obere Extremität, sekundär beurteilten die Forscher Box and Block-Test (BBT), Wolf Motor Function-Test (WMFT), Motor Activity Log (MAL), Barthel Index und Lebensqualität (SF-36). Nach 45 Tagen erreichten die Gruppen vergleichbare Werte im FMS, beim BBT schnitt die Interventionsgruppe besser ab. Im Follow-up nach sechs Monaten war kein Gruppenunterschied festzustellen. Eine zusätzliche Analyse der Ergebnisse ergab, dass Patienten, deren Therapie innerhalb der ersten 30 Tage nach dem Schlaganfall begann, mehr von der Videospiel-basierten als von der konventionellen Therapie profitierten hinsichtlich der Funktion der oberen Extremität (FMS und BBT).

Quelle: Laffont I, et al. 2019. Rehabilitation of the upper arm early after stroke: Video games versus conventional rehabilitation. A randomized controlled trial. Ann. Phys. Rehabil. Med. Dec 9. [Epub ahead of print]

Link zum Abstract:pt.rpv.media/ncbi31830535