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Diese kontrollierte Studie, an der 19 Einrichtungen teilnahmen, stammt aus Großbritannien. Zwischen 2013 und 2015 inkludierten die Forscher 573 Patienten. 285 davon randomisierten sie in die EXTRAS-Gruppe und 288 in die Kontrollgruppe mit der üblichen staatlichen Gesundheitsversorgung. Die Interventionsgruppe erhielt einen erweiterten Betreuungsservice während der Schlaganfallrehabilitation (EXTRAS). Die Therapeuten vereinbarten mit den Patienten Behandlungsziele und leiteten die nächsten Schritte in der Therapieplanung ein. Per Telefon befragten danach Therapeuten die Patienten der EXTRAS-Gruppe insgesamt fünfmal mithilfe semi-strukturierter Interviews, und zwar einen, drei, sechs, zwölf und 18 Monate nach der Entlassung aus dem Krankenhaus. Themen waren unter anderem der Therapiefortschritt, weiterer Therapiebedarf und Edukation zur Stärkung der Selbstwirksamkeit. Primäre klinische Zielgröße waren die Aktivitäten des täglichen Lebens (Nottingham EADL Scale) nach 24 Monaten. Die Wissenschaftler dokumentierten auch die Inanspruchnahme von weiteren Gesundheitsleistungen und die qualitätskorrigierten Lebensjahre (QALYs, quality adjusted life years). 

Die Intervention hatte keinen signifikanten Effekt auf die Aktivitäten des täglichen Lebens, reduzierte aber die Therapiekosten und ermöglichte mehr qualitätskorrigierte Lebensjahre.

Quelle: Rodgers H, et al. 2019. Evaluation of an extended stroke rehabilitation service (EXTRAS): a randomized controlled trial and economic analysis. Stroke 50, 12:3561–8 Volltext frei

Link zum Abstract: www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31637972