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Forscher aus Hongkong inkludierten 30 Patienten im chronischen Stadium nach Schlaganfall in ihre Studie. Die 15 Personen der Handgruppe erhielten ein Exoskelett – Elektromyografie (EMG)-gesteuert mit neuromuskulärer elektrischer Stimulation –, das im Bereich der Finger für Unterstützung sorgte. Die anderen 15 Teilnehmer bildeten die Ellenbogengruppe und erhielten die Unterstützung weiter proximal. Mithilfe des EMG registrierte das System die elektrische Aktivität der Zielmuskulatur; ab einem bestimmten Schwellenwert wurde die Bewegung des Exoskeletts ausgelöst, zum Beispiel eine Extension der Finger. Drei Monate später wurde der Effekt des Trainings mit folgenden Assessments gemessen: Fugl-Meyer Assessment (FMA), Action-Research-Arm-Test (ARAT), Modified Ashworth Scale (MAS). Beide Gruppen verbesserten sich signifikant im Gesamtscore des FMA und im ARAT. Der Hand-Score des FMA und die MAS verbesserten sich hingegen nur bei den Patienten der Handgruppe. Eine signifikante Abnahme der EMG-Aktivierungslevel der Unterarmflexoren konnte in beiden Gruppen beobachtet werden. Die Aktivierung der Unterarmflexoren im Sinne einer Spastik reduzierte sich in beiden Gruppen. Auch unerwünschte Co-Kontraktionen, zum Beispiel zwischen M. biceps und M. triceps brachii, verringerten sich in beiden Gruppen, in der Handgruppe jedoch schneller als in der Ellenbogengruppe.