Seit einiger Zeit gibt es Nachweise über den Effekt einer hochintensiven aufgabenorientierten Rehabilitation von Schlaganfallpatienten. Allerdings scheint die Umsetzung schwierig zu sein. Aus diesem Grund befragte ein internationales Forscherteam aus Österreich, Großbritannien und Kanada in einer qualitativen Studie Patienten und Therapeuten zu ihrer Einstellung. Die kanadischen Patienten (jeweils fünf Frauen und Männer) waren durchschnittlich rund 59 Jahre alt und hatten im Schnitt vier Monate zuvor an einer randomisierten kontrollierten Studie mit hochintensivem Training (Determining Optimal post-Stroke Exercise – DOSE) teilgenommen. Der Schlaganfall lag zu Beginn der Intervention höchstens zehn Wochen zurück, es bestand eine Hemiparese der unteren Extremität und die Patienten konnten mit einer Begleitperson mindestens fünf Meter gehen. Sie hatten das hochintensive Training ein- oder zweimal täglich in ihrer Rehabilitation absolviert. Dabei sollten sie beispielsweise 30 bis 60 Minuten durchgängig bei mindestens 40 Prozent ihrer Herzfrequenzreserve gehen; mindestens 2.000 Schritte in einer Stunde schaffen.