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An dieser qualitativen Studie aus Brasilien nahmen 95 Schlaganfall-Patienten teil. Diese waren selbstständig gehfähig und durchschnittlich 63 Jahre alt. Durchschnittlich lag der Schlaganfall vier Monate zurück. Die Barrieren für Training wurden mit der Exercise Benefits / Barriers Scale erfasst. Die am häufigsten genannten Gründe gegen Training waren die geringe Anzahl und schlechte Erreichbarkeit der Einrichtungen, in denen das Training stattfinden sollte, sowie Erschöpfung (Fatigue). Auch das Fehlen eines Helfers und ungenügendes Wissen zur konkreten Übungsausführung wurden als Gründe angegeben. Barrieren waren assoziiert mit depressiven Symptomen und dem sozioökonomischen Status. Die Forscher empfehlen daher, Patienten im subakuten Stadium nach Schlaganfall hinsichtlich depressiver Symptome zu screenen. Außerdem sollten Therapeuten die Übungen detailliert anleiten und Bewältigungsstrategien für die Erschöpfung vermitteln.