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Brasilianische Forscher inkludierten in ihrem Review der Literatur von 2011 bis 2018 13 Studien, in denen virtuelle Realität (VR) in der Therapie nach Schlaganfall eingesetzt wurde. Die Stichprobengröße variierte zwischen fünf und 47 Teilnehmern, die Patienten waren Erwachsene im chronischen Stadium nach Schlaganfall. Am häufigsten wurde das System Nintendo Wii verwendet. Die Behandlung fand zwei- bis dreimal wöchentlich für 30 bis 60 Minuten statt und dauerte insgesamt zwei bis zwölf Wochen. Folgende klinische Zielgrößen wurden gemessen: Gleichgewicht, Motorik der oberen Extremität, Lebensqualität und Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL). Zu den häufig angewandten Assessments gehörten zum Beispiel das Fugl-Meyer-Assessment oder die Berg Balance Scale. VR führte bei Schlaganfall-Überlebenden teilweise zu einer Verbesserung des dynamischen Gleichgewichts, der Motorik der oberen Extremität und der Lebensqualität. Der Großteil der inkludierten Interventionen hatte eine niedrige Übungsintensität (zweimal pro Woche) und bezog sich auf chronische Schlaganfall-Patienten. ADL und die Partizipation im Alltag wurden nur in wenigen Studien untersucht.