Neurologie

Forscher aus Australien dokumentierten in ihrer Beobachtungsstudie körperliche Aktivität, kardiovaskuläre Risikofaktoren, Mobilität, Stimmung, Fatigue und Kognition von Patienten mit Schlaganfall zwei Jahre nach Entlassung aus der Rehabilitation. Sie wollten dabei insbesondere untersuchen, inwiefern die Patienten die Empfehlungen zur körperlichen Aktivität langfristig befolgten. 79 Patienten, 33 Prozent waren Frauen, mit einem Durchschnittsalter von 65 Jahren nahmen an der Studie teil. Die Zielgrößen wurden zu Beginn der Rehabilitation, nach Entlassung sowie vier, zwölf und 24 Monate später gemessen. Die körperliche Aktivität dokumentierten die Forscher mit einem speziellen Armband. Hinzu kam die Evaluation von kardiovaskulären Risikofaktoren, dazu gehörten unter anderem Blutdruck, Lipidprofil, Taillenumfang und Body-Mass-Index. 

Die Auswertungen zeigen generell eine geringe körperliche Aktivität der Patienten. Zu Beginn erreichten zwar viele Patienten die Schwelle von 30 Minuten körperlicher Aktivität mit ausreichender Intensität, nach zwei Jahren hatte sich die Lage aber verschlechtert. Zu Beginn lag der Anteil bei 72 Prozent, nach 24 Monaten waren es nur noch 65 Prozent. Taillenumfang und Body-Mass-Index nahmen über die Zeit zu. Möglicherweise könnte eine jährliche Überprüfung hilfreich sein, um rechtzeitig gegensteuern zu können.

Quelle: Fini NA, et al. 2020. Adherence to physical activity and cardiovascular recommendations during the 2 years after stroke rehabilitation discharge. Ann. Phys. Rehabil. Med. Nov 28 [Epub ahead of print]

Link zum Abstract: pt.rpv.media/ncbi33189943