Im fortgeschrittenen Stadium verlieren an Demenz erkrankte Personen die Möglichkeit, ihr subjektives Schmerzempfinden verbal adäquat zu äußern. Die Schmerzerfassung durch die verbale Äußerung des Patienten gilt normalerweise als Goldstandard. Einer der Hauptforschungsbereiche von Ass. Prof. Dr. Miriam Kunz aus Groningen ist die Schmerzerfassung über mimische Expressionen bei Personen mit Demenz.

Wenn Menschen aufgrund ihrer Demenzerkrankung keine Aussage mehr über ihr Schmerzerleben machen können, sollte man nicht davon ausgehen, dass sie keine Schmerzen empfinden oder weniger sensitiv gegenüber Schmerzreizen reagieren.