Die Freistil-Schwimmbewegung setzt sich aus verschiedenen Phasen mit unterschiedlichen Belastungsanforderungen zusammen. Während des Kraularmzugs hat der M. serratus anterior die größte Bedeutung und ist kontinuierlich aktiv. Insgesamt betrachtet ist diese Bewegung einseitig und es kann zu einem Ungleichgewicht der Außen- gegenüber den Innenrotatoren kommen.

16.000 Schulterumdrehungen pro Woche

Bei Freistilschwimmern kann es infolge der einseitigen und hohen Belastung der Schulter zu einer Überlastung der ligamentären und muskulären Strukturen kommen. Schulterschmerzen gehören neben Knie- und Rückenproblemen zu den häufigsten Beschwerden des muskuloskelettalen Systems. Bezogen auf Sportverletzungen ist das Schultergelenk sogar das am meisten betroffene Gelenk. Durch das komplexe funktionelle Zusammenspiel der verschiedenen anatomischen Strukturen ist eine Vielzahl von Verletzungen am Schultergelenk in Abhängigkeit von den Belastungsanforderungen der jeweiligen Sportart möglich. Wettkampfschwimmer trainieren sechs- bis siebenmal die Woche und legen dabei zwischen 10.000 und 14.000 Meter zurück. Das bedeutet circa 16.000 Schulterumdrehungen pro Woche. (1)