Im Sommer dieses Jahres erhielt ich ein Schreiben vom Verband Physikalische Therapie. Darin wurde ich gebeten, eine Information der AOK zu beachten. Diese lautete wie folgt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir erhalten in der letzten Zeit vermehrt Rückmeldungen, dass unsere Versicherten immer mehr Probleme haben, physiotherapeutische Praxen zu finden, die ärztlich verordnete Hausbesuche durchführen. Unsere Versicherten erhalten immer öfter die Aussagen, dass sie leider voll seien und keinen Termin für einen Hausbesuch frei hätten. Die Praxisinhaber äußern meist nicht, dass sie grundsätzlich keine Hausbesuche durchführen. Nach unserer Auffassung wählen sie diese Variante, um sich der Verpflichtung zur Durchführung von Hausbesuchen zu entziehen. Diese Problematik besteht bayernweit, auch wenn sie sich in der letzten Zeit im Großraum München häuft. Wir bitten Sie, Ihre Mitglieder möglichst zeitnah auf die Verpflichtung zur Durchführung von Hausbesuchen hinzuweisen und für eine Sicherstellung der Versorgung von Versicherten, die auf einen Hausbesuch angewiesen sind, Sorge zu tragen. In diesem Zusammenhang möchten wir Sie an die überdurchschnittlichen Vergütungserhöhungen der letzten Jahre erinnern, die auch zur Sicherstellung der physiotherapeutischen Versorgung beitragen sollen.