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Hier gibt es keinen Konsens, so die Schlussfolgerung dieses systematischen Reviews der Literatur bis Mai 2018. Die Forscher recherchierten in medizinischen Datenbanken und suchten nach Nachbehandlungsschemata für Patienten nach Implantation einer Schulter-Totalendoprothese (Schulter-TEP). Sie inkludierten 16 Protokolle: Eines erreichte Evidenzklasse eins, zwölf nur Evidenzklasse fünf, die anderen lagen dazwischen. Zehn bezogen sich auf die Standard-TEP, sechs auf die inverse Schulter-TEP. Bei der Standard-TEP wurde überwiegend eine Limitation der Außenrotation auf 30 Grad empfohlen und eine progressive, passive Beübung der vollen Gelenkbeweglichkeit bis zwölf Wochen postoperativ. In knapp der Hälfte der Schemata dürfen in den ersten sechs Wochen bereits Übungen gegen Widerstand durchgeführt werden, Patienten sollten eine Orthese tragen (die Empfehlung variierte zwischen drei und acht Wochen). Bei der inversen TEP gab es viele Varianten: Orthese oder nicht, passives Bewegungslimit oder nicht. Allerdings empfahlen alle Schemata frühzeitige postoperative isometrische Übungen für den M. deltoideus.