[js] Die Auswirkung traumatisierender Kindheitserfahrungen sind oft noch im Erwachsenenalter zu spüren oder machen sich erst dann überhaupt bemerkbar. Auch bei der Entstehung eines Typ-2-Diabetes können sie eine Rolle spielen. Darauf weisen Experten der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) hin. 

Neben sexuellem Missbrauch, körperlicher Gewalt oder dem Tod eines Elternteils kann auch ein Ereignis wie die Trennung der Eltern für ein Kind traumatisch sein. „Belastende Kindheitserfahrungen gehen mit dem Erleben von Hilflosigkeit und Ausgeliefertsein einher und führen dazu, dass Betroffene oft dauerhaft davon überzeugt sind, nichts wert zu sein und kein Recht auf eigene Gefühle und Wünsche zu haben”, sagt Prof. Dr. med. Johannes Kruse, Vorsitzender der DGPM. In vielen Fällen sei dies verbunden mit Schuld- oder Schamgefühlen. Die Bindungsfähigkeit ist oft bis ins Erwachsenenalter hinein beeinträchtigt. Betroffene haben ein deutlich erhöhtes Risiko, eine psychische oder somatische Krankheit zu entwickeln.