Intensivmedizin

Forscher führten eine Sekundäranalyse randomisierter kontrollierter Studien durch,die zwischen 1998 und Oktober 2019 publiziert wurden. Hierbei berücksichtigten sie Studien, welche neuromuskuläre elektrische Stimulation, Fahrradtraining oder eine Rehabilitation nach definierten Protokollvorgaben im Vergleich zur Standardversorgung bei schwerkranken Patienten durchführten. Folgende Daten wurden extrahiert: Sterblichkeitsrate, Länge des Aufenthalts auf der Intensivstation, Dauer der künstlichen Beatmung und unerwünschte Ereignisse. Insgesamt analysierten die Forscher 43 Studien mit 3.548 Patienten. Die Übungsinterventionen hatten keinen Einfluss auf die Sterblichkeitsrate, reduzierten die Länge der künstlichen Beatmungsdauer, jedoch nicht die Länge des Aufenthalts auf der Intensivstation. Es war eine Steigerung der Effekte hinsichtlich der Beatmungsdauer bei Patienten mit längerer Verweildauer auf der Intensivstation und bei Patienten mit niedrigen Werten bei der Beurteilung der akuten beziehungsweise chronischen Phase zu beobachten. Der Zeitpunkt des Interventionsbeginns spielte keine Rolle.