Viele Menschen pressen die Zähne aufeinander oder knirschen, sei es nachts oder auch tagsüber. Ist dies per se schon eine Störung? Und wenn ja, wie kann sie effektiv behandelt werden? Eine aktuelle Praxisleitlinie verschafft Überblick.

Zahlen und Fakten

Unter Bruxismus versteht man „eine wiederholte Kaumuskelaktivität, charakterisiert durch Kieferpressen und Zähneknirschen und / oder Anspannen oder Verschieben des Unterkiefers ohne Zahnkontakt“ (1). Es gibt Schlafbruxismus (SB) und Wachbruxismus (WB); bei ansonsten gesunden Personen wird Bruxismus nicht als Störung bewertet. Dem primären Bruxismus liegt keine erkennbare Ursache zugrunde, er gilt aktuell als nicht heilbar. Der sekundäre Bruxismus kann zum Beispiel eine Folge von Schlafstörungen oder Medikamentengebrauch sein.