Anknüpfend an den Beitrag der Autorinnen im Juli 2020 zu den Studien über Arbeitsbelastungen von Physiotherapeutinnen, gibt dieser Artikel einen Einblick in gesundheitswissenschaftliche Erkenntnisse der Gesundheitsförderung und Prävention. Ziel ist es, diese auf die konkrete Arbeitssituation in der Physiotherapie zu übertragen. Neben individuellen Präventionsansätzen werden vor allem institutionelle Möglichkeiten vorgestellt sowie Ansprechpartnerinnen und ihre Funktion benannt.

Der erste Teil zeigte auf, unter welchen berufsbedingten Belastungen und Beschwerden Physiotherapeutinnen leiden und wo noch Erkenntnislücken bestehen. Die vorliegenden Studien identifizierten muskuloskelettale, psychosoziale und dermale Erkrankungen sowie Infektionen als Hauptbeschwerden (1). Besonders deutlich wurden psychische Belastungen, denen Therapeutinnen ausgesetzt sind: Insbesondere wirtschaftliche Aspekte, Zeitdruck und die Dysbalance zwischen Patientinnenbedarfen und individuellen Handlungsmöglichkeiten führen zu hohen Burn-out-Werten sowie Gedanken an eine Berufsaufgabe (2, 3). Die Sichtung der Studien zur Arbeitszufriedenheit in der Physiotherapie verweisen aber auch auf gesunderhaltende Ressourcen in der Berufsausübung.