Unter Federführung des Netzwerk AlternsfoRschung (NAR) der Universität Heidelberg arbeiten das Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart, das Institut für Epidemiologie und Medizinische Biometrie der Universität Ulm (EpiUlm) sowie das Institut für Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung an der Universität Hamburg-Eppendorf gemeinsam an der Entwicklung und Evaluation des Gruppe-LiFE Programms.

Forschungsprojekte in Australien, den USA und Kanada prüften bereits das LiFE Programm (1) zur Integration von funktionellen Übungen in den Alltag bei älteren Personen. Die Ergebnisse im Hinblick auf eine Steigerung der funktionellen Leistungsfähigkeit und die Verbesserung der Lebensqualität sind vielversprechend. Nun arbeitet ein interdisziplinäres Team an der Implementierung einer gruppenbasierten Variante des Programms in Deutschland. In einem ersten Schritt wurde 2017 eine systematische Übersichtsarbeit publiziert, die auf die Effekte des LiFE- Programms hinweist. Das Programm hat positive Auswirkungen auf Gleichgewicht, Kraft und funktionelle Leistungsfähigkeit bei älteren Menschen mit und ohne chronische Erkrankungen. Der Aspekt der Integration in den Alltag steigert die Adhärenz und ist entscheidend für den langfristigen Erfolg der Programme (2).